Apple iPad – ein Schweizer Messer für Fotografen?
Seit diesem Wochenende ist es so weit. Das Apple Tablet-Device iPad ist in den Staaten erhältlich (in Deutschland Ende April), erste Hands-On Berichte sind im Netz zu finden. Und wenn ich ehrlich bin hat mich das Thema iPad auch erst an diesem Wochenende so richtig erreicht. Vorher war es eine Ankündigung, der ich aber nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt habe. Langsam wirds aber interessant und der Haben-Wollen-Faktor steigt an. Ich möchte nun mal analysieren, inwieweit das iPad für Fotografen geeignet sein wird. Um die Fronten gleich zu Beginn abzustecken: i love Apple, ich nutze Macs, iPhones und iPods.
Das iPad – wie wo was.
Apple hat vor wenigen Wochen mit dem iPad eine Mischung aus vergrößertem iPhone und Mini-Macbook herausgebracht. Das besondere an der Geschichte ist, dass das 9,7″ Device komplett mit der vom iPhone bewährten Multitouch-Oberfläche ausgestattet sein wird und dass es auf einer ähnlichen, für das iPad adaptierten Software des iPhones ausgestattet ist. Sprich: jeder Handgriff des iPhones wird auch auf dem iPad funktionieren. Das iPad wird als WiFi-Gerät und als WiFi inkl. 3G Gerät erhältlich sein, die Speicherkapazität des Tablets beläuft sich auf 16, 32 oder 64 GB. Wer sich nochmal die Keynote von Steve Jobs mit der Ankündigung des iPads ansehen möchte, der kann das hier tun.
Das iPad als Fotospeicher
Als optionales Zubehör für das iPad gibt es den Camera Connector und den SD-Kartenleser, zwei kleine Steckgerät welche in den Dock Connector Anschluss des iPads gestöpselt werden. Vom Camera Connector aus lassen sich Bilder unmittelbar vom Fotoapparat auf das Device kopieren. Der SD-Kartenleser erlaubt die Übertragung von Daten die auf einer SD-Karte gespeichert sind. Soweit so gut, etwas Kopfzerbrechen bereitet mir die Tatsache, dass das iPad in der maximal erhältlichen Ausführung 64GB Kapazität hat. Zieht man dann noch was für das Betriebssystem, ein paar Songs, Movies und Apps ab, so ist die Kapazität relativ schnell erschöpft. Das ganze mag vielleicht noch für Fotografen auf kleineren Ausflügen ausreichen, wer länger unterwegs ist der wird das iPad wohl nicht als Storage-Device heranziehen.
Das iPad als Präsentationsgerät
Beim Thema Präsentation wird das iPad seine vollen Qualitäten ausspielen. Erstens weil das Gerät schon in nicht betriebsfähigem Zustand rattenscharf aussieht. Zeigt man dann Bilder auf dem Gerät dann ist alles vorbei. Die Multitouch-Gesten wie drehen, zoomen, blättern etc sahen schon auf dem iPhone hammer aus. Wenn man das ganze dann noch über Keynote verpackt und einem größeren Publikum die Bilder zugänglich macht, dann hat das schon Hand und Fuß. Der Jog hat mal erwähnt, dass Kunden wohl auch von schlechten Bildern begeistert sein werden, wenn die Präsentation über das iPad erfolgt
Das iPad als digitaler Bilderrahmen und LiveView Display
Über den separat erhältlichen Tischständer soll das iPad auch selbst in aufrecht stehender Position gut aussehen können. Ganz ohne Menschenhand. Denkbar wäre so z.B. dass man das iPad z.B. während des Ladevorgangs als digitalen Bilderrahmen nutzt, welcher selbstständig und randomisiert auf dem Flash-Speicher abgelegte Fotos darstellt. Mit Sicherheit ein Hingucker. Paddy hat mal gefordert, dass es ebenso sinnvoll wäre das iPad Display als LiveView Display zu nutzen. Sprich, unmittelbar geschossene Bilder sollten dann direkt auf dem iPad-Display erscheinen. Da Paddy viele Fotokurse in Hamburg anbietet, ist das mit Sicherheit ein guter Use-Case. Ob es möglich sein wird, dass steht noch in den Sternen.
Was fehlt?
Wie ihr seht gibt es durchaus ein paar Ansätze wie das iPad das Leben eines Fotografen erleichtern könnte. Ob es über Ansätze hinausgeht, das wird die Praxis zeigen. Dennoch glaube ich aber, dass eine Killerapplikation fehlt. Und das ist die Bildbearbeitung. Ich bin mal gespannt ob es Photoshop oder Lightroom für das iPad geben wird, damit man wenigstens ein paar rudimentäre Arbeiten durchführen kann. Ich weiß, Photoshop ist für das iPhone erhältlich, so richtig Spaß macht es da aber nicht. Klaro, einen Desktop PC oder ein Notebook wird das iPad aufgrund der begrenzten Ressourcen nie ersetzen können. Aber es wäre denkbar dass man zumindest ein paar einfache Handgriffe der Bildbearbeitung direkt auf dem iPad durchführen kann.
Wie ist Eure Meinung zum iPad? Kauft ihr Euch eines? Wie wird es Euch in Eurem Foto-Workflow zur Seite stehen? Ich freue mich über Diskussionen in den Kommentaren.









Ich habe zwar bisher nichts genaues dazu gelesen, vermute aber das das iPad keine RAWs unterstützen wird. Damit ist es “on location” zum Bilder betrachten eher weniger geeignet. Kaufen werde ich mir vermutlich trotzdem eins. Denn um im kleinen Kreis Fotos zu zeigen wird es großartig sein.
Ich denke es könnte wirklich interessant sein Photoshop fürs iPad. Multitouch ermöglicht da ganz neue Ansätze. Nur ist auch die Frage ob sich eine richtige Photoshop Version zu so einem Preis wie die normale verkaufen ließ oder ob es letztendlich wieder nur eine stark begrenze Version wird.
Ich bin momentan auch noch nicht so ganz überzeugt von dem iPad. Nur um Bilder zu zeigen, kann ich mir auch einen mobilen Bilderrahmen zulegen für viel weniger Geld.
Klar hat das iPad einen Glanzcharakter durch das schicke Design, aber die Funktionen, wie ich sie bisher gehört habe, überzeugen mich noch nicht. Wahrscheinlich will ich eins haben, wenn ich es zum ersten Mal in der Hand hatte!
[...] abfahre. Von daher ist mein Erfahrumgsbericht alles andere als objektiv, auch wenn ich schon vorher über Sinn & Unsinn des iPads nachgedacht [...]
Das IPad macht RAW – kein Problem. Eine Kamerasteuerung für die 5DII gibt es bereits, Liveview .. alle Einstellungen steuern und vom IPad auslösen. Oder dem Kunden das IPAD in die Hand drücken, oder auf den Schreibtisch legen und mit dem Fotoshooting beginnen. Der Kunde kann die Ergebnisse direkt betrachten. Wenn das keine Gründe sind, was dann? Schicker geht es wirklich nicht, den Kunden ist so etwas doch wichtig.
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