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Canon 50mm 1.4 USM – erste Erfahrungen

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50mm14Mein Equipment wächst. Bisher hatte ich noch keinerlei Erfahrungen mit Festbrennweiten – irgendwann musste es jedoch mal soweit sein. Ich habe mir also vorige Woche das Canon EF 50mm 1.4 Festbrennweite gegönnt – als zusätzlichen Begleiter bei Low Light Situationen, für Portraitshootings oder wenn es mal besonders knackig sein soll. Neben meinem Canon 24-105 IS USM L f4.0 wird es mich also auf allen künftigen Foto-Touren begleiten. In diesem Post werde ich über meine ersten Tage mit der neuen Festbrennweite berichten.

Auspackzeremonie

Bestellt habe ich bei Amazon. Heute bestellt – morgen da. Das liebe ich an Amazon. Das 50mm 1.4 war in einer kleinen schnuckligen Box verpackt. Ansonsten ist nicht viel im Lieferumfang enthalten. Etwas verwundert hat mich, dass keine Garantiekarte dabei enthalten war, wie ich es eigentlich aus allen bisherigen Canon-Lieferungen kannte. Aber gut, Amazon bzw. deren Partnerplattformen wird schon keine Grauimporte verkaufen (oder doch?).

Zur Technik des Objektivs: das 50mm 1.4 besitzt einen schnellen USM-Motor, allerdings keinen Bildstabilisator. Durch die Offenblende sind jedoch sehr kurze Verschlusszeiten möglich, die mich den IS bisher nicht haben missen lassen. Von der Verarbeitung her merkt man im Handling schon einen Unterschied zu den L Objektiven, dennoch ist es jedoch bei weitem nicht so “plastikmäßig” wie bei den 100 EUR Festbrennweiten wie z.B. dem 50mm 1.8 (obwohl die Bildqualität auch mit diesem Objektiv sehr gut sein muss).

Fokustest

Nachdem ich das Objektiv dann auf meine 5D Mark II geschraubt habe, habe ich erstmal einen Fokustest mit dem Objektiv gemacht. In einigen Foren habe ich gelesen, dass die Offenblenden bei dem Thema manchmal sehr zickig sind – und auch aufgrund des niedrigen Schärfeebenenbereichs dem Fotografen Ärger bereiten, sofern der Fokus nicht sitzt. Mein 50mm 1.4 hatte jedoch weder Front- / noch Backfocus-Probleme. Alles ist da scharf wo es scharf sein soll. Perfekt.

Erste Bilder

Wie das dann so ist wenn man ein neues Spielzeug hat, bin ich mit dem Objektiv erstmal wild durch die Wohung gerannt und hab alles fotografiert was nicht bei 3 auf dem Baum war. Finanzministerin, Finanzministerin beim Plätzchbacken, Ergebnisse des Plätzchenbackens etc. Besonders erfreut war ich, dass die Blende von 1.4 fast ein Nachtsichtgerät aus der 5D Mark II macht. Obwohl es schon Abend war und die Grundbeleuchtung daher im Haus nicht soo prickelnd war, waren die Verschlusszeiten zu jeder Zeit OK – das bereitet Vorfreude auf den ersten Einsatz unter “Realbedingungen”.

Viele Berichte hier im Web haben mir ja auch vorhergesagt dass die Schärfe & Abbildungsleistung einer Festbrennweite aufgrund der fixen Positionen der Gläser im Objektiv selbst nochmal eine Klasse für sich sein soll. Und das kann ich auch absolut bestätigen. Also auch unter diesem Aspekt punktet das 50mm 1.4.

Letztlich möchte ich auch noch auf den “künstlerischen” Nebeneffekt einer Festbrennweite hinweisen: es ist wirklich so, dass man sich auf einmal darin wiederfindet, dass man sich komisch streckt und bewegt nur um das Motiv besser in den Sucher zu bekommen. Die Festbrennweite verhindert den bequemen Griff zum Zoom-Ring und zwingt zu einer besseren geistigen Leistung um das Motiv korrekt darzustellen. Wobei ich mich auch immer noch dabei erwische, verzweifelt nach dem Zoom-Ring zu greifen :-)

Bokeh

Eine Offenblende bringt natürlich auch noch den Vorteil mit sich, dass das Bokeh (auf Kwerfeldein gibt es eine schöne Zusammenfassung was das Bokeh überhaupt ist) besonders schön sein soll. Also hab ich das auch mal gleich versucht zu testen. Ansatzweise ist des auf den obigen Testbildern schon zu erkennen, aber im Detail werde ich das erst währende meiner ersten echten Shootings mit dem Objektiv testen.

Fazit

Nach den ersten Tagen mit der Festbrennweite bin ich schon begeistert – der Kauf hat sich gelohnt :-) Habt ihr auch Erfahrungen mit dem 50mm 1.4 bzw mit anderen Festbrennweiten?

Noch mehr Beiträge von: 

Moritz fotografiert mit einer Canon EOS 5D Mark II. Mehr Infos zu Moritz.

 geschrieben am: 21 Dezember 2009 | 6 Kommentare | Abgelegt in: Featured, Tests und Reviews

6 Kommentare »

  • Thorsten (81 comments) meint:

    Ihr Zwei habt mich total angefixt mit dem Festbrennweitenzeugs. Daher habe ich auch grad ein 50mm 1:1,4G Nikkor für meine Nikon D700 bestellt. :wink:

  • Frank (31 comments) meint:

    Sehr guter Betrag Moritz, soweit bin ich noch nicht um mit einer Festbrennweite zu arbeiten, aber mal schauen was die Zukunft bringt. Ich hab mit jetzt zu Weihnachten erst mal das Tamron 70-200 f2.8, das Nissin DI866 und den Lowepro Flipside 400

  • Julia (4 comments) meint:

    Ich habe sowohl das Canon EF 50mm 1.8 II als auch das 1.4er. Ganz klar ist das Bokeh (das ich besonders liebe) bei letzterem noch besser. Das 50mm 1.4 ist seit ich es habe mein Immerdraufobjektiv geworden. Und so möchte ich es absolut nicht mehr missen- mein absolutes Lieblingsobjektiv.

  • jokkel (6 comments) meint:

    Ich habe das Canon EF 50mm 1.8 II von dem ich mich demnächst trennen werde. Auch wenn es überall gelobt wird bin ich von diesem Objektiv entäuscht, ein Großteil der Bilder ist Auschuss, langsamer Focus und von der Habtik passt es in die Kategorie Yogurtbecher.

  • LensAlign Fokus Kalibrierungs Tool meint:

    [...] ein Massband etwas schräg und schaut sich dann den Schärfeverlauf an. Moritz hat in seinem Bericht über das Canon 50mm f/1,4 mal ein Beispiel [...]

  • Martin (11 comments) meint:

    Jaaa – das Objektiv ist echt ein Traum. Irgendwie findet es auch dauernd den Weg auf die Kamera ;)

Kommentar

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