Canon EOS 5D Mark II – da ist das Ding
Nach mittlerweile 2-monatiger Kaufentscheidungsphase, in welcher ich u.a. durch die Vollformat-Umstiege von Paddy und Thorsten bekräftigt wurde (die beiden sind von der Nikon D90 zur Nikon D700 gewechselt), hab ich nun endlich auch zum Vollformat geswitcht. Gestern bestellt, heute schon da – nun liegt die neue DSLR vor mir, unschuldig und schön in seiner ganzen Pracht: die Canon EOS 5D Mark II. In diesem Post werde ich Euch beschreiben was mich dazu getrieben hat aufs Vollformat zu wechseln, warum es die 5D Mark II geworden ist und was dies sonst noch alles für Konsequenzen hatte (neue Objektive).
Warum Vollformat?
Well, prinzipiell ist es ja so dass ich mit meiner 450D in Kombination mit dem Canon 17-55 7 f2.8 IS USM zufrieden war. In den meisten Situationen konnte ich das was ich fotografieren wollte ausreichend in Szene setzen. Das waren zum einen Landschaftsaufnahmen, Architektur und Nachtaufnahmen (Langzeitbelichtungen), in letzter Zeit hat sich jedoch auch die Anzahl der Shootings bei welchen es um Personen ging, gehäuft. Was mich schon immer an der 450D gestört hatte, war dass ich im höheren ISO-Bereich sehr starkes Bildrauschen erkennen konnte. Besonders krass war dies bei einem Personenshooting at Night vor kurzem zu erkennen. Ich hab mir die Ergebnisse angesehen und war einfach nicht glücklich darüber. Ziel mit dem Vollformat-Umstieg war also auch, dass ich mir durch die Technik Sicherheit verschaffen möchte, auch in schwierigen Lichtsituationen gute Ergebnisse zu erzielen. Wenn, dann soll es nur noch an meinem fotografischen Auge scheitern, nicht aber an meiner Bewaffnung
Ich will es nicht verleugnen, denn es gibt natürlich auch so etwas wie “Gruppenzwang” und “Spinnerei”
(beides im positiven Sinne). Meine beiden Fotoburschen-Kollegen Paddy und Thorsten sind beide vor kurzem im Nikon-Lager auf den Vollformat-Zug aufgesprungen, da kann ich mich natütrlich nicht lumpen lassen und weiterhin mit meiner 3-stelligen Canon-Einsteiger DSLR um die Häuser ziehen, noch dazu wenn die beiden demnächst hier bei mir zu Besuch sind. Die oben erwähnte Spinnerei kommt daher, das man sich natürlich einbildet dass man mit der besten Kamera auch die besten Ergebnisse erzielen kann, das ist natürlich auch bei mir so – ich versuche das gar nicht wegzureden. Im Ernst, ich bin mir durchaus im klaren darüber dass mein fotografisches Talent die 5D Mark II zu Beginn in keinster Weise ausreizen wird – ich kenne mich jedoch gut genug dass ich sagen kann dass man mit so einem Geschoss schneller & einfacher vorankommt. Schließlich sind wir alle ein bisschen Nerds, oder?
Vorüberlegungen
Bevor das ganze Thema Vollformat gedanklich final ausgereift war (oft hab ich überlegt ob das Thema für mich prinzipiell lohnenswert ist), hatte ich mich plötzlich auch in folgenden Gedankengängen gefunden: “Jetzt, wo Du Dein ganzes Crop-Equipment verkaufen musst, das wäre doch die Gelegenheit um auf Nikon umzusteigen. So eine D700, das würde Dir doch auch stehen.” Nach ein paar Tagen Überlegungen bin ich jedoch zu dem Entschluss gekommen, dass dies doch die falsche Entscheidung wäre. Zuviel hätte ich an Equipment aufgeben müssen, mit Kamera und Objektiven alleine wäre es nicht getan. Finanziell wäre es nicht tragbar gewesen. Noch dazu hätte ich meine ganzen Learnings aus meiner Canon-Zeit gegen Nikon-Wissen auswechseln müssen – dann lieber doch nicht.
Daher stand die Entscheidung fest: es wird die Canon EOS 5D Mark II sein.
Auerlau – welches Objektiv muss her?
Da ich natürlich meine bisherigen Objektive aufgrund des EF-S Anschlusses nicht weiterverwenden konnte, musste ich mir auch gleich neue Optiken mit besorgen. Die 5D Mark II gibt es in 2 Kit-Varianten: einmal mit dem Canon EF 24-70 / f2.8 USM L und einmal mit dem Canon EF 24-105 / f.4. IS USM L. Von der Verarbeitungsqualität sind beide Objektive top: beide sind aus Canon’s L (Luxury) Klasse, eben die mit dem roten Ring vorne dran, da kann man nix schief machen
Neben dem offensichtlichen Unterschied in der Brennweite und in der Offenblende war aber noch der Unterschied vorhanden dass das 24-105 einen Bildstabilisator hat, das 24-70 hingegen nicht. Somit war die Frage da: entweder f2.8 oder den Bildstabi – letztendlich habe ich mich für den Bildstabi entschieden, auch weil mir beim 24-70 35mm Brennweite im Vergelich zum 24-105 gefehlt hätten. Gerade durch den “fehlenden” Crop-Faktor hätte das am Anfang ganz schön weh getan
Ein weiterer Grund warum die “nur f4″ -Lösung mit dem 24-105 für mich die beste Lösung war, ist dass ich mir zudem gleich die Canon EF 50mm / f1.4 USM Festbrennweite dazugekauft habe – das wird also mein Nachtsichtgerät bei schwierigen Bedingungen (Indoor) oder zum Freistellen werden.
Meine Starter-Ausrüstung sieht also folgendermaßen aus:
- Canon EF 24-205 / f.4. IS USM L für Landschaften, Architektur und Langzeitbelichtungen
- Canon EF 50mm / f1.4 USM für Portrait, Indoor oder sonstige LowLight Situationen bei denen Offenblende gefragt ist
Und falls es mit dem 24-105 doch nicht alles so passen sollte, wie ich mir das grad vorstelle, dann weiß ich ja auch, dass alle Canon L Objektive einen sehr guten Wiederverkaufswert haben. Perspektivisch (wenn es das 24-70 / f2.8 mit Bildtsabi gibt und wenn Geld für das 70-200 / f2.8 vorhanden ist) könnte ich mir einen solchen Schritt schon vorstellen.
Auspacken und erste Eindrücke
Nachdem der Postmann 3 x klingelte ist das gute Stück nun hier vor mir. Ausgepackt ist alles, die ersten Testshots sind auch schon erledigt. Jetzt hängt der Akku grad an der Strippe, damit ich für eine kleine Tour heute nachmittag gewappnet bin.
Der erste Eindruck ist schon gewaltig – im Vergelich zur 450D ist die 5D Mark II schon alleine haptisch ein riesen Unterschied. Da hat man was in der Hand, toll! Auch akkustisch ist das Auslösegeräusch gaaaanz anders als das der 450D – jetzt macht es pflupp und drin ist der Schuss im Kasten. Das nächste was mir aufgefallen ist, war das hochauflösende Bild des Monitors bei der Bildansicht. Somit kann man auch mal dort prüfen ob ein Bild scharf ist oder nicht – vorher war das schwierig. Das 24-105 L Objektiv gibt ebenso einiges her – erster haptischer Eindruck: top! Die ersten Testshots hier bei mir im Haus waren auch irre – ich bin mit ISO 3200 durch das Haus gelaufen und hab mal wild ein paar Objekte fotografiert. Die erste Ansicht eben am Rechner zeigen ein gigantisch besseres Ergebnis als bei meiner 450D.
Zwischenfazit
Absichtlich werde ich nach 30-Minuten Besitztum kein Fazit der Canon EOS 5D Mark II abgeben (*lol*). Erstens weil ich wahrscheinlich selbst nach 3 Monaten noch nicht alle Features & Funktionen der Cam ausgereizt habe und zweitens weil ich noch keine 10 Bilder mit der Cam geschossen habe. Sicherlich werde ich jedoch hier und da im Blog den ein oder anderen Erfahrungsbericht schreiben.
Jetzt gehts aber estmal raus – für den ersten Praxiseinsatz.
Stay tuned.











Ich habe mich gegen die 5D Mk II entschieden. Zum einen ist mir die Kamera zu teuer, da investiere ich lieber in gute Optiken. Zweitens brauche ich weder 21 Mio Pixel, noch die Möglichkeit, Filme aufzunehmen. Vollformat mache ich mit meiner 5D, da reichen die 12 Mio Pixel für meine Belange völlig aus. Soll es schneller gehen, greife ich zur 50D.
Vorher hatte ich eine 300D und eine 20D – der Sprung von der einen zur anderen war schon erheblich. Sowohl Qualitativ als auch von der Geschwindigkeit her.
Aber ich muss sagen, dass mich die Qualität der EOS 5D im Vergleich mit den beiden anderen Kameras durchaus etwas überrascht hat. Tatsächlich hat sich Canon bei den Profimodellen doch mehr Mühe gegeben, um die Bildqualität auf ein hohes Niveau zu heben.
[...] dem neuen Handling im Vergleich zur 450D vertraut machen. Wer möchte kann gerne hier nochmal meine Auspackzeremonie und ersten Eindrücke nachlesen, alle anderen können in diesem Post meine Eindrücke nach den [...]
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