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Canon EOS 5D Mark II: Die ersten Tage mit Vollformat

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Vor fast ziemlich genau einer Woche habe ich die Canon EOS 5D Mark II in Empfang genommen, und in den vergangenen Tagen konnte ich mich mit den neuen Funktionen und dem neuen Handling im Vergleich zur 450D vertraut machen. Wer möchte kann gerne hier nochmal meine Auspackzeremonie und ersten Eindrücke nachlesen, alle anderen können in diesem Post meine Eindrücke nach den ersten Testshoots nachlesen. Alles in allem kann ich schon vorweg nehmen, dass ich sehr zufrieden mit dem Umstieg auf Vollformat und auf die 5D Mark II bin.

Handling

Das Handling der 5D Mark II ist im Vergleich zu meiner alten 450D schon etwas ganz anderes. Die Kamera liegt gut in der Hand, die Einstellungsknöpfe sind zwar teilweise anders zu erreichen als bei der 450D, dennoch findet man sich schnell zurecht. Während ich bei der 450D noch einen Batteriegriff benutzt habe, so erscheint mir das bei der 5D Mark II unnötig (es sei denn man braucht die höhere Auslösegeschwindigkeit mit dem zweiten Akku im BG). Eine 450D ohne Batteriegriff hat sich irgendwie immer komisch angefühlt.

Besonders happy macht mich das beleuchtete Display neben dem Auslöser der 5D Mark II. Endlich kann ich auch dort im Dunkeln durch die Beleuchtung sämtliche Einstellungen vornehmen, vorher ging das nur über das große Hauptdisplay. Der Workflow durch die neuen Bedienelemente muss jedoch erstmal erlernt werden.

Einziger seltsamer Knopf im Sinne der Bedienung / Haptik  bei der 5D Mark II ist m.E. der On/Off Schalter. Da man den aber einmal vor und einmal nach dem Shooting benötigt ist das nicht allzu schlimm und dämpft meine Euphorie in keinster Weise.

Rauschverhalten

Ein Grund der zum Umstieg auf die 5D Mark II geführt hat war ja, dass Aufnahmen in schwierigen Lichtsituationen besser gelingen sollten. Also der komplette High-ISO Bereich. Und hier spielt die DSLR seine vollen Stärken aus. Aufnahmen mit ISO 1600/3200 sind durchaus noch mehr als brauchbar und überhaupt nicht mit dem zu Vergleichen was ich von der 450D kannte. Somit sind auch endlich akzeptable Verschlusszeiten im Low-Light-Bereich möglich, auch Fotos aus der Hand ohne Stativ gewinnen durch die Stärken der 5D Mark II deutlich an Eleganz und Ausdruck.

21 Megapixel

Was ich mit als allererstes bei Sichtung der ersten Bilder am Rechner festgestellt habe, war dass die Bilder bei der Bildbearbeitung in Lightroom in der 1:1 Ansicht von Haus aus viel schärfer waren als mit der 450D. Das liegt zum einen natürlich an den 21MP, zum anderen am Vollformat. Diese Eigenschaft kommt besonders dann zur Geltung, wenn man nachträglich noch croppen muss weil der ursprünglich gewählte Bildausschnitt doch nicht der Beste war. Somit lässt sich das Unvermögen des Fotografen durchaus noch im Nachhinein noch besser kaschieren ohne an Qualität zu verlieren.

Das EF 24-105 L IS USM / f4.0

Anfangs hatte ich ja sehr lange überlegt welches Objektiv für den Start das richtige ist. Im Nachhinein muss ich sagen dass ich mit der Entscheidung das 24-105 L IS USM / f4.0 zu wählen genauso zufriefen bin. Die 24mm am unteren Ende sind am Vollformat schon ein toller Weitwinkel, man mag gar nicht vermuten was da mit noch niedriger Brennweite möglich ist. Auch die durchgehende Lichtstärke von f4.0 ist sehr gut, auch wenn f2.8 noch besser wären. Da ja aber noch das EF 50mm 1.4 bald nachkommt glaube ich dass das 24-105 ein sehr schönes Allround Objektiv sein wird, an dem ich auch lange meine Freude haben werde.

Fazit

Die erste Woche mit der Kamera ist nun vorbei. Nächste Woche steht nochmal ein Härtetest an, denn dann kommen die beiden anderen Fotoburschen Paddy und Thorsten bei mir nach Kronach zu Besuch. Natürlich bringen die beiden auch ihre Babys (Nikon D700) mit und wir werden hier im schönen Frankenwald ordentlich shooten gehen. Danach werde ich sicherlich noch mehr Erfahrung mit der 5D Mark II haben. Hoffentlich habe ich bis dahin auch schon mein Canon EF 50mm / f 1.4 Objektv, damit ich auch endlich mal mit einer Festbrennweite experimentieren kann.

Letztendlich bereue ich den Umstieg keinesfalls, auch wenn natürlich noch einige weitere Investitionen bedingt durch den Umstieg gemacht werden müssen. So musste ich einen neuen Funkauslöser kaufen, da der alte nicht mehr gepasst hat. Zudem werde ich auch noch mein Stativ (Bilora 1121) gegen ein Manfrotto Stativ austauschen. Durch den größeren Body, das Canon L Objektiv mit seinem schwereren Gehäuse und evtl. noch einem Blitz on-top hat sich das Grundgewicht doch etwas nach oben geschraubt und ich traue dem Bilora Stativ das nicht mehr wirklich alles zu.

Am Anfang des Posts  hab ich Euch eine kleine Auswahl an ersten Bildern mit der 5D Mark II in eine Galerie gepackt. Besonders gefällt mir das Bild der Pilze bei mir im Garten. Und gestern abend habe ich erstmalig zusammen mit der Finanzministerin mich am Lightpainting probiert. Das macht Laune und wird mit Sicherheit noch einen Extra-Post bekommen.

Noch mehr Beiträge von: 

Moritz fotografiert mit einer Canon EOS 5D Mark II. Mehr Infos zu Moritz.

 geschrieben am: 16 November 2009 | 2 Kommentare | Abgelegt in: Featured, Tech-Stuff

2 Kommentare »

  • Lutz (3 comments) meint:

    Habe den Kauf auch noch nicht eine Sekunde bereut! Glückwunsch zum digitalen 35mm-Format!

    Schöne Beispielfotos!

  • René (1 comments) meint:

    Hallo,

    Glückwunsch!

    Selber habe ich von Nikon auf Canon gewechselt.
    (Nikon D90 auf Canon 5D Mark II)

    Ich habe den Schritt nicht bereut.

    Das 50mm 1.4 habe ich auch. Klasse Schärfe und Schärfentiefe.

    Ich kann auch die Videofunktion empfehlen. Das war für mich auch ein Grund zu wechseln.

    Gruß R. R.

Kommentar

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