Home » Featured, Headline, Interviews

Fotoburschen fragen … heute Adrian Schöne

Zeige durch Klick auf den Google +1 Button, dass Dir dieser Artikel gefällt:

In dieser Reihe interviewen wir Fotografen, die uns auf irgendeine Art aufgefallen sind. Sei es durch persönlichen Kontakt oder einfach weil wir über ihre Bilder gestolpert sind. Uns ist dabei vollkommen egal, ob es sich um reine Hobbyfotografen oder um Vollprofis handelt. Hauptsache sie teilen unsere Leidenschaft zur Fotografie.

Heute im Interview: Adrian Schöne. Viel Spaß beim lesen!

IMG_2861Fotoburschen: Hallo Adrian, danke dass Du Dich bereit erklärt hast ein paar Fragen für uns zu beantworten. Stell Dich doch bitte kurz vor.

Adrian: Hallo, ich bin 23 Jahre alt und lebe in Bielefeld. Neben der Fotografie bin ich leidenschaftlicher Sporttaucher, Naturliebhaber und Hundefan.

Fotoburschen: Wo kann man Deine Fotos bewundern? Hast Du eine eigene Website(n), Flickr-Account o.ä.?

Adrian: Eine Auswahl von meinen Unterwasserfotos findet man unter www.adrian-schoene.de. In meinem Blog präsentiere ich neben einzelnen Fotos Neuigkeiten, die im Zusammenhang mit der Fotografie stehen.

Fotoburschen: Du bist ja vor allem für Deine Unterwasserfotos bekannt und verbindest damit zwei wunderbare Hobbys. Seit wann fotografierst Du und was war zuerst da? Tauchen oder Fotografie?

Adrian: Ganz klar – das Tauchen. Ich habe das Glück, dass mein Vater ein absoluter “Jacques Costeau”-Fan ist. Er und meine Mutter ermöglichten es mir, dass ich bereits mit acht Jahren meine ersten Taucherfahrungen sammeln durfte. Wie sagt man so schön, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Ich war seit meinem ersten Atemzug unter Wasser begeistert und ich hoffe später vielleicht mit meinen eigenen Kindern tauchen gehen zu können. Ich bin meinen Eltern für diese Möglichkeit sehr dankbar. Die Fotografie entdeckte ich erst recht spät für mich, da ich nur wenige Berührungspunkte in der Jugend hatte. Einzig mein Großvater war von der Fotografie begeistert. Im Jahre 2005 setzte ich mich mit dem Thema Unterwasserfotografie erstmals auseinander, da ich einen Weg suchte, Nichttauchern meine Leidenschaft zur Unterwasserwelt zu erklären. Der erste Urlaub mit Unterwasserkamera war sehr ernüchternd, aber lehrreich. Mir wurde klar, dass ich mich mehr in dieses Thema einarbeiten musste, damit man halbwegs brauchbare Ergebnisse vorzeigen konnte. Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich die Fotografie zu einer weiteren Leidenschaft von mir. Ich las viele Bücher, tauschte mich mit Experten aus und suchte den Kontakt zu Gleichgesinnten.

Fotoburschen: Hast Du einen Schwerpunkt? Was fotografierst Du am liebsten?

Adrian: An Land setzte ich mich sehr intensiv mit der Tier- und Landschaftsfotografie auseinander. Insbesondere begeistert mich die Fotografie mit Hunden, da es nie langweilig wird. Bei der Unterwasserfotografie gibt es viele Bereiche, die mich interessieren. Erst kürzlich habe ich meine Leidenschaft für Makrofotos entdeckt, denn gerade die kleinen Details im Korallenriff faszinieren oftmals. Naja, meine absoluten Lieblingsmotive sind und bleiben Haie, Delphine und Wale. Haie ziehen mich bereits seit meiner Jugend magisch an und ich habe unzählige Tauchgänge mit den verschiedensten Haiarten machen dürfen. Es ist eine Faszination, die ich sehr gerne über Fotos vermitteln möchte, denn das Image als böser “Allesfresser” ist falsch. Wenn meine Fotos dazu beitragen, dass die Menschen sich für dieses Tier interessieren und umdenken, bin ich mit meiner Arbeit zufrieden.

Fotoburschen: Hast Du ein paar Lieblingsbilder, die Du uns zeigen möchtest?

Adrian: Uh, das ist schwierig. Ich bin gehe mit meinen Fotos sehr kritisch um und finde an jedem Foto einen Kritikpunkt. Das ausgewählte Bild zeigt einen Weisspitzenhochseehai (nicht zu verwechseln mit einem Weisspitzenriffhai). Er gehört für mich zu den schönsten Tieren auf diesem Planet. Sein Körperbau, seine Dynamik und seine Wendigkeit machen Ihn so einzigartig. Ich verbinde mit diesem Foto einen aussergewöhnlichen Tauchgang.

20090828214659_img_5423

Fotoburschen: Die Unterwasserfotografie ist ja eine besondere Herausforderung. Verrätst Du uns ein paar Tricks für die Unterwasserfotografie? Worauf muss ich als Anfänger achten?

Adrian: Zu Beginn meiner Fotolaufbahn dachte ich: “Einfach drauf los und es wird schon klappen. Im Notfall gibt es ja noch Photoshop!”. Bereits nach meinem ersten Tauchgang habe ich mich schwarz geärgert. Die Fotos entsprachen nicht meinen Vorstellungen. Mich packte der Ehrgeiz und ich las viel Fachliteratur, suchte bei Profis Hilfe und probierte einfach alles aus. Heute muss ich sagen, dass es sich gelohnt hat. Die Misserfolge haben mir geholfen, denn unterm Strich zählt, neben dem technischen Fachwissen und einer großen Erfahrung, die Geduld. Mir hat es sehr geholfen, dass sehr schnell versucht habe, die Fotos mit der Kamera zu machen und so wenig wie möglich mit Photoshop. Mittlerweile sind 95% meiner Bilder ohne Photoshop-Bearbeitung, o.ä.

Geduld, Ehrgeiz und Übung sind das Geheimrezept.

Fotoburschen: Welches Equipment verwendest Du? Erzähl doch mal ein bisschen was über das spezielle Equipment für die UW-Fotografie?

Adrian: Ich fotografiere mit einer Canon EOS 5D Mark II und verschiedensten Linsen. Neben einer Kamera und einem Objektiv braucht man (leider) noch eine Menge an Unterwasserequipment. Am Anfang steht das Unterwassergehäuse. Ich besitze mittlerweile das dritte Unterwassergehäuse von der Firma Hugyfot. Diese Gehäuse zeichnen sich durch ein sehr stimmiges Gesamtkonzept aus, weshalb ich mich immer wieder für diesen Hersteller entschieden habe. Neben dem Unterwassergehäuse und dessen Zubehör benötigt man zwingend (es gibt auch kleine Ausnahmen) eine Lichtquelle. Im Optimalfall handelt es sich um einen oder zwei leistungsstarke Unterwasserblitze, die für diesen Einsatz konzipiert wurden. Ich setze in diesem Fall auf die dt. Firma Subtronic, die weltweit zu den renommierttesten Herstellern gehört. Die Leistung dieser Unterwasserblitze ist mit Studioblitzen vergleichbar. Randanmerkung: Wasser absorbiert elektromagnetische Wellen (vereinfacht: Farben). Der Einsatz von Kunstlicht ist notwendig, damit die Farben auf das Bild kommen.

Fotoburschen: Letzte Frage, wen würdest Du uns für eines der nächsten Interviews empfehlen?

Adrian: Martin Gommel von kwerfeldein.de würde mich sehr interessieren.

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten

Noch mehr Beiträge von: 

Paddy kommt aus Hamburg und fotografiert mit einer Nikon D700. Mehr Infos zu Paddy

 geschrieben am: 4 Dezember 2009 | 1 Kommentar | Abgelegt in: Featured, Headline, Interviews

1 Kommentar »

  • Martin (11 comments) meint:

    Der Martin Gommel wurde letzte Woche von uns Interviewt. Das Interview findet ihr unter http://www.farbwolke.de

    Interview ist spitze, hätte mir noch mehr zum Workflow Unterwasser gewünscht.

    Grüße

Kommentar

Du kannst einen Kommentar schreiben, oder Trackback von Deiner Seite setzen. Oder Du abonnierst einen Kommentar via RSS.

Du kannst diese TAG's beutzen:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

fotoburschen.de benutzt Gravatars und Avatars. Du kannst Dir bei gravatar.com ein Gravatar erstellen.