Fotoburschen fragen … heute Thorsten Faltings
Wir möchten eine kleine Reihe mit Interviews starten bei der wir Fotografen interviewen, die uns auf irgendeine Art aufgefallen sind. Sei es durch persönlichen Kontakt oder einfach weil wir über ihre Bilder gestolpert sind. Uns ist dabei vollkommen egal, ob es sich um reine Hobbyfotografen oder um Vollprofis handelt. Hauptsache sie teilen unsere Leidenschaft zur Fotografie.
Heute starten wir diese Reihe mit Thorsten Faltings. Viel Spaß beim lesen!
Fotoburschen: Hallo Thorsten, danke dass Du Dich bereit erklärt hast ein paar Fragen für uns zu beantworten. Stell Dich doch bitte kurz vor.
Thorsten: Mitte 40, Familienvater, privat und beruflich Online- und Technologiebegeisterter, überzeugter Hamburger und dann ist da noch die Fotografie, für die ich mich begeistere.
Fotoburschen: Wo kann man Deine Fotos bewundern? Hast Du eine eigene Website, Flickr-Account o.ä.?
Thorsten: Erst kürzlich habe ich eine eigene Website ins Netz gestellt: www.tfaltings.de. Ferner findet man Fotos von mir auf Flickr und der Fotocommunity. Diese Portale nutze ich zum Resonanztesten und als Traffic-Lieferant für meinen Fotoblog.
Fotoburschen: Wie bist Du zur Fotografie gekommen und seit wann fotografierst Du?
Thorsten: Bei uns in der Familie wurde immer viel geknipst. Es gibt unglaublich viele Familienfotos, die ich mir immer gern wider anschaue. Am extremsten aber war einer meiner Großväter. Er war ein richtiger Foto- und Gadget-Liebhaber. Sein Highlight war eine der ersten Super-8 Kameras inkl. Farbe und Ton, mit der er meiner Oma in den 70ern auf die Nerven ging, wie sie mir kürzlich nochmals bestätigte. Davon angesteckt, wünschte ich mir zu meiner Konfirmation eine Nikon EM Spiegelreflex und bekam sie auch. Ein dolles Ding. Allerdings war Fotografieren 1.0 für mich am Ende zu aufwändig und langwierig, so dass zwar eine Handvoll anspruchsvollere Bilder entstanden, der Funke aber nicht so richtig und dauerhaft übersprang. Es folgten viele Jahre typischer Anlassknipserei. Nichts erwähnenswertes.
Mein Interesse für die Fotografie riss aber nie so richtig ab. Das liegt wohl auch daran, dass ich tendenziell schreibfaul bin und deswegen gefallen an Bildern habe, die bekanntlich mehr als 1000 Worte sagen. So kam es schliesslich, dass ich mir beim Zusammentreffen der Geburt meiner ersten Tochter mit der fortgeschrittenen Digitalisierung der Fotografie eine Sony Cybershot F515 kaufte. Das war so ziemlich das Beste, was man damals als Technologie-verliebter Zeitgenosse einigermaßen bezahlen konnte. Mittlerweile bin ich über eine Canon EOS 400D wieder bei Nikon gelandet. Richtig Mühe mich weiterzuentwickeln mache ich mir seit etwa zwei Jahren.
Fotoburschen: Hast Du einen Schwerpunkt? Was fotografierst Du am liebsten?
Thorsten: Am liebsten fotografiere ich nach wie vor Personen in Ihrer Altagsumgebung. So eine Art Dokumentation. Mangels Alternativen muss da in erster Linie meine Familie herhalten. Aber gerade bei heranwachsenden Kindern macht es viel Spaß die Entwicklungen zu verfolgen. Mit Modellen und aufwändigen Shootings habe ich leider noch nicht soviel Erfahrung sammeln können. Vielleicht hat aber jemand aus der Hamburger Umgebung Lust, sich auf ein Abenteuer mit mir und meiner Kamera einzulassen. Die oder derjenige kann sich dann gern über meine Website melden. Ich würde mich freuen.
Ansonsten experimentiere ich mit Landschaften, Gebäuden und eigentlich sonst allem, was mir so vor die Linse kommt. Experimentieren ist wohl das passendste Stichwort für meine aktuelle Phase: Weder habe ich bisher einen wiedererkennbaren Stil entwickelt, noch ein Thema gefunden, auf das ich mich spezialisieren möchte. Vielleicht muss man das aber auch nicht.
Fotoburschen: Hast Du ein Lieblingsbild, das Du uns zeigen möchtest?
Thorsten: Es fällt mir nicht ganz leicht, mich für ein Bild zu entscheiden, aber ich habe passend zu Euren Fragen folgendes Bild ausgewählt: Ein mehr oder weniger zufälliges Foto von meinem Opa (allerdings nicht der mit der Super-8 Kamera) mit meiner ersten Tochter, gemacht vor rund neun Jahren mit der Sony Cybershot. Hier treffen 90 Stunden auf 90 Jahre Lebenserfahrung! Für mich ein unbezahlbares Zeitdokument. Mein Opa zierte sich anfänglich, hat sich aber zum Glück überreden lassen, seine neugeborene Urenkelin auf den Arm zu nehmen. Das Bild passt auch deswegen, weil es mit ein Grund für meine neu entfachte Leidenschaft für die Fotografie ist. Andere meiner eigenen Lieblingsbilder findet ihr auf meiner Website.
Fotoburschen: Verrätst Du uns einen kleinen Trick, den Du gerne anwendest und der Dir oft hilft bessere Fotos zu machen?
Thorsten: Ich würde Euch gern einen Trick verraten, ich habe aber leider keinen
. Oder vielleicht doch: Geduld und nicht von vermeintlichen Experten verrückt machen lassen. Erlaubt ist, was einem selbst gefällt. Ich scheue mich auch nicht, mal ein tolles Bild nach zu fotografieren. Das ist zwar verpönt, es hilft mir aber gut dabei, die Technik durch das ‘Benchmarking’ zu erlernen. Man muss es ja nicht veröffentlichen. Und vor allem den Spaß nicht verlieren, sonst wird das nichts mit dem Wichtigsten: der Kreativität. Die kann man im übrigen auch toll in der digitalen Dunkelkammer austoben. Besonders, wenn man im RAW-Format fotografiert. Das wäre dann wohl der zweite Trick. Ist aber wohl schon Allgemeinwissen
.
Fotoburschen: Welches Equipment verwendest Du?
Thorsten: Eine Nikon D90 mit diversen Objektiven und dem Nikon AF Nikkor 85 mm 1:1,4 als mein Lieblings-Portraitobjektiv. Und neuerdings zähle ich auch das iPhone dazu, denn die beste Kamera ist die, die man immer dabei hat. Ich sammle, verwalte und bearbeite meine Fotos mit Hilfe von Apple Aperture und diverser Plug-ins. Mit Photoshop bin ich noch nicht so richtig warm geworden.
Vielen Dank für die ausführlichen Antworten
Ich habe zu danken. Euer Interesse hat mich sehr gefreut!










Hi,
das ist eine tolle Idee! Ich freue mich schon auf weitere Interviews!Ein sehr spannendes Thema!
Gruss,
Adrian
Kann ich mich meinem Vorredner zu 100% anschliessen. Das Interview hat wirklich Spaß gemacht zu lesen. Zumal man erkennen konnte, dass ist einer von uns und nicht so ein überdrehter “möchtegernprofifotograf”.
Ausserdem habe ich dadurch wirklich wieder eine interessante tolle Webseite entdecken dürfen. Inspiration pur sage ich nur.
Bin schon auf eure nächsten Interviews gespannt und wünsche Thorsten Faltings und allen anderen weiterhin viel Spaß beim Fotografieren.
Micha
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