HDR Panoramen – erst stitchen oder erst HDR?
Ich beschäftige mich ja nun sehr viel mit Panoramafotografie und mindestens genauso oft mit der HDR-Fotografie. Am allerliebsten kombiniere ich natürlich beides und erstelle HDR-Panoramen
Dabei stand ich nun schon einige male vor der Frage ob ich erst die einzelnen Panoramen stitchen und dann in Photomatix zu einem HDR zusammenfügen soll oder umgekehrt. Bisher war mein Weg der erstere, also erst Panoramen und dann HDR-Verarbeitung. Der Grund dafür liegt darin, dass Photomatix dann die kompletten Bilder für die Analyse zur Verfügung stehen hat mit sämtlichen hellen und dunklen Bereichen um so einen optimalen Kontrastumfang zu berechnen.
Dieser Workflow ist zwar Zeitaufwändiger, hat bisher aber immer ganz gut geklappt. Nun habe ich aber durchaus auch Gründe für den anderen Weg gefunden. Bei der Bastelei an den Panoramen aus der City Nord hatte ich plötzlich das Problem, dass man die Naht sah, also die Stelle wo das rechte und linke Ende vom Bild zusammengefügt werden. Das sollte eigentlich nicht vorkommen, denn genau aus dem Grund gibt es in Photomatix den Schalter 360°-Bild. Aus irgendeinem Grund schient das aber nicht immer zu 100% zu funktionieren, vor allem wenn man zuvor Image-Alignment verwendet. Hin und wieder schleicht sich da mal ein Pixel Differenz ein, den man hinterher sieht.
Desweiteren liegt ein kleines Problem in der Nachbearbeitung des fertigen Panoramas, welches ich in Lightroom meist noch etwas tune. Hier muss man aufpassen mit selektiven Tools, denn ändert man in der rechten Hälfte etwas, so passt diese später nicht mehr zu der linken
Aus diesem Grund bin ich nun mal hergegangen und gehe den Weg erst HDRs aus den Einzelbildern zu machen und dann zu stitchen, was ehrlich gesagt auch sehr gut funktioniert. Das Problem mit der Nachbearbeitung bleibt, hier muss man aufpassen und immer mal wieder ein kleines JPG zu einem 360° Panorama bauen um zu sehen ob man die Naht sieht.
Fazit: Den Königsweg gibt es nicht. Ich habe beide ausprobiert und beide funktionieren sehr gut. Erst die HDRs zu erstellen geht schneller, da Photomatix einen sehr guten Batch-Modus hat. Bei der Frage welches der bessere Weg lautet die Antwort wieder einmal: “Kommt darauf an”
Probiert es am besten einfach mal aus, denn es geht nichts über eigene Erfahrungen.









Mancher der guten Panorama-Stitcher (bspw. Hugin, Open Source Sw) spuckt bei Bedarf sowohl das genähte Exposure Fusion, als auch die genähten einzelnen Belichtungsebenen aus.
Jede HDR / Exposure Fusion Software mit Batch-Modus sollte aber auch den anderen Weg problemlos beherrschen.
Spätestens bei GigaPans verzichte ich dann gerne auf die Möglichkeit im Bildeditor noch ändern zu wollen …
PTGui macht das auch, da kann man im Grunde einfach alles reinschmeissen und die Software macht gleich ein HDR-Panorama daraus. Aber irgendwie habe ich dem Braten bisher noch nicht so richtig getraut
Du hast recht, wenn die Bilder größer werden, dann ist die Nachbearbeitung wirklich kein Spaß mehr.
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