Lastolite Ezybox Hotshoe Softbox im Test
Vor kurzem stand ein kleines Portraitshooting an, welches ich zum Anlass genommen habe etwas weiter in die Portraitfotografie einzusteigen. Schnell war klar, dass ich für eine gute Ausleuchtung eine Softbox benötige, die ich mit meinem Aufsteckblitz benutzen kann. Ich habe mich für die Lastolite Ezybox 60×60 entschieden, da für mich ein teurer Studioblitz aus Mobilitätsgründen nicht in Frage kam. Erste Erfahrungen über den Einsatz mit der Ezybox schildere ich in diesem Post. Anregungen rund um das Thema Studiofotografie habe ich mir übrigens bei Steffen geholt, der sich gerade sein Heimstudio aufgebaut hat und hier und hier darüber berichtet.
Mein bisheriges Portrait-Equipment sah lediglich einen Blitz vor, nämlich den Canon 430 EX II. Ziemlich schnell habe ich festgestellt, dass das reine Licht des Blitzes ziemlich hart wirkt, selbst mit einem Aufsteck-Diffusor. Auch ist die Position des Blitzes, nämlich direkt im Blitzschuh auf der Kamera, war nicht optimal für die Ausleuchtung des Portraits. Für mich war also klar, dass ich eine Softbox benötige welche das Licht weicher macht und die entfesseltes Blitzen ermöglicht.
Kurz zum Sinn einer Softbox
Softboxen sind immer ähnlich aufgebaut. Meist quadratisch, nach hinten hin lichtundurchlässig und innen mit einer Silberfolien bedeckt um Lichtreflexionen zu erzeugen. In eine Softbox lassen sich Folien anbringen, die ähnlich wie ein Aufsteck-Diffusor agieren, und dem Licht eine gleichmäßige Ausleuchtung ermöglichen. Softboxen eignen sich hervorragend um Schatten zu vermeiden.
Die Lastolite Ezybox
Die Lastolite Ezybox ist in unterschiedlichen Größen erhältlich. Eine “kleine” Variante in der Größe 38x38cm und eine “größere” Variante in der Größe 60x60cm. Ich habe mich für die größere Variante entschieden. Im Lieferumfang ist die Ezybox an sich, die sich superklein zusammenfalten lässt, 2 Folien inkl. Klettverschluss für die oben beschriebene Diffusorwirkung, sowie der Hotshoe, der eine Aufnahme für den Kompaktblitz bietet. Abgerundet wird das Komplettpaket durch eine Aufbewahrungstüte.
Der Zusammenbau ist kinderleicht. Die Ezybox wird aufgeklappt und ans hintere Ende der Softbox wird der Hotshoe eingesetzt (einfacher Steckmechanismus, der für bombenfesten Halt zwischen Hotshoe und Ezybox sorgt). Schließlich werden die beiden Diffusorfolien noch über Klettverschlüsse angebracht und schon kann man den Blitz auf den Hotshoe setzen. Der Schlittenmechanismus sorgt dafür dass Blitze unterschiedlicher Größe angebracht werden können, und der Blitz dabei immmer in die Blitzöffnung der Ezybox passt. Je nachdem welche Verbindung man zwischen Kamera und Blitz wählt (ETTL-Kabel oder Funkverbindung) ist auch noch ausreichend Platz für die Verbindungsstücke. Ich hab die Verbindung zur Kamera über ein eh schon vorhandenes ETTL-Kabel hergestellt.
Sonstiges benötigtes Equipment
Um die Position der Ezybox flexibel gestalten zu können, benötigt man noch ein Lampenstativ, auf welchem man wiederum die Ezybox anbringen und fixieren kann. Hier habe ich mich für das Walimex WT-803 entschieden (Höhe von 200 cm), welches auch noch in anderen Größen erhältlich ist. Empfehlen würde ich zudem noch einen Blitz-/Schirmneiger, wie zB den Calumet Blitz- / Schirmneiger , damit man die Ezybox auch noch nach belieben nach unten neigen kann. Dies sieht der im Lieferumfang erhältiche Hotshoe der Ezybox nämlich nicht vor (leider hab ich das erst während des ersten Shootings gemerkt). Der Neiger wird einfach zwischen Stativ und Hotshoe gesetzt und bietet dann volle Flexibilität. Als mobilen und geeigneten Hintergrund empfehle ich z.B. so etwas wie den Walimex 2in1 Falthintergrund, welcher auf der einen Seite schwarz und auf der anderen Seite weiß ist. Ein weißer oder schwarzer Bettlaken tut es aber auch, wenn auch vielleicht nicht ganz faltenfrei.
Die Ezybox im Einsatz
Martin Krolop hat über den Einsatz der Ezybox tolle Videos veröffentlicht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Fazit
Die Ezybox hat mir meine ersten Gehversuche in der Portraitfotografie deutlich erleichtert. Mit etwas herumprobieren konnte ich sehr einfach und schnell selbst lernen und erkennen wie sich unterschiedliche Licht-Setups verhalten. Ich empfehle jedem auch Vergleichbilder zu machen. Nur der Blitz auf der Kamera, Blitz mit Diffusor auf der Kamera, Blitz mit Diffusor entfesselt, Blitz in Ezybox. So kann man schnell selbst feststellen welche Bildwirkung unterschiedliche Setups haben – das steigert den Lernfaktor. Sicherlich kann man sich auch eine billigere Alternative als Softbox holen, ich konnte vorher aber schonmal die Ezybox kurz testen und wollte unbedingt dieses Gerät. Nochdazu ist die Ezybox absolut für den mobilen Einsatz geeignet, da sie sich sehr klein zusammenfalten und verstauen lässt. Wer also wie ich ähnliches Equipment für ähnliche Situtationen sucht, dem kann ich meine Kombi empfehlen.
Hier nochmal das Equipment in der Übersicht:
- Lastolite Ezybox in der Größe 60x60cm, Preis 169 EUR
- Walimex WT-803 Lampenstativ, Preis 25 EUR
- Calumet Blitz- / Schirmneiger, Preis 28 EUR
- Optional: Walimex 2in1 Falthintergrund, Preis 79 EUR
Habt ihr Erfahrungen mit der Ezybox oder anderen Softboxen? Ich freue mich auf rege Diskussionen…









schick. ich habe das teil auch.
einfach super!
Hallo Moritz!
Ein toller Beitrag! Bislang habe ich einen Schirm, aber die Softbox für den Aufsteckblitz hört sich gut an.
Danke!
Moin,
also ich kenne die Ezybox nicht, habe selber eine günstige Ausführung von Enjoyyourcamera. Für das, was die Ezybox kostet, hätte ich mir aber das kompl Set von Flash2Softbox geholt, denn dort hat man dank Universal-Adapter deutlich mehr Möglichkeiten hat, Lichtformer für den Systemblitz zu Adaptieren.
Gibt es zur Ezybox einen Handgriff? Sowas solltest du dir auf jeden Fall kaufen (oder selber bauen), denn dann steht auch dem mobilen Einsatz draußen in der Natur nichts mehr im Wege (denn wer will da ein Stativ mit sich schleppen…)
Danke erstmal für die Kommentare!
@Daniel: wie im Beitrag schon geschrieben hatte ich die Ezybox schon vorher mal testweise in Verwendung. Daher stand die Entscheidung für mich fest, auch wenn ich vorher natürlich nochmal ein Auge auf billigere Alternativen geworfen habe. Bei der Ezybox wusste ich aber eben schon vorher was mich erwartet – und ich bin sehr zufrieden damit.
Ob es einen Handgriff gibt weiß ich nicht. Man kann das Teil aber auch so sehr gut in den Händen halten. Ich stell mir das “Softbox in der Hand halten” aber nicht sehr bequem vor, egal mit oder ohne Handgriff.
[...] zugelegt. Moritz hat sich die Lastolite Ezybox 60×60 gekauft und darüber auch bereits ausführlich berichtet. Ich habe vor einigen Tagen die Tristar Magic Square 45×45 erhalten und will meine ersten [...]
Hallo Moritz
Schöner Beitrag über die Ezybox. Es gibt mehrere Handgriffe und Verlängerungen:
http://www.lastolite.com/extending-handles.php
Grüsse aus der Schweiz
Patrick
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