Photomatix: Vergleich zwischen HDR und Exposure Fusion
In den vergangenen Tagen habe ich die Bilder meines Hamburg-Ausflugs gesichtet und bearbeitet. U.a. habe ich viele Belichtungsreihen aufgenommen, um sie im Nachgang über Photomatix als HDR-Bilder zu entwickeln. Dabei bin ich, auch durch einen Hinweis von Paddy, auf die Entwicklungs-Funktion des Exposure Fusion gestoßen. Meine Erkenntnisse möchte ich gerne mit Euch teilen.
Was ist HDR? Was ist Exposure Fusion?
HDR steht für High Dynamic Range und drückt nichts weiter aus, als dass die Bilder einen hohen Dynamikumfang besitzen und somit sehr viele Details nachbilden können. Die Technik dahinter ist, dass unterschiedliche Belichtungszeiten für ein Motiv gewählt werden, so dass die Tiefen und die Lichter korrekt belichtet werden. Im Nachgang werden die Belichtungsreihen per Software vereint.
Exposure Fusion beschreibt die Vorgehensweise um ein Low Dynamic Range Bild aus einer Belichtungsreihe zu entwickeln. Die Digital Photography School schreibt, dass sich die Exposure Fusion Technik “die besten Bits eines jeden Bildes herauspickt und diese zu einem einzigen Bild vereint”. Rein auf dem Papier für einen Nicht-Profi: das hört sich erstmal alles fast gleich an.
Doch was heißt das in der Praxis?
Exposure Fusion hat seine Vorteile
Bei der Arbeit mit der HDR-Funktionalität und der Exposuer Fusion (kurz: EF) Funktion ist mir folgendes aufgefallen:
- das EF erzeugt detailgetreuere Bilder die näher an der Relität sind (meine HDRs hatten nie den Fantasy-Style, von daher finde ich realitätsnahe Bilder sehr gut – andere die auf den Fantasy-Style in HDRs stehen werden dies nicht als Vorteil werten)
- das EF hat deutlich weniger dieses krauseligen Rauschens
- bei EF erscheinen die Halos nicht, die m.E. ganze Bilder zerstören können und immer dann erscheinen wenn die Software Bildteile nicht korrekt verarbeiten kann
- durch den Wegfall von HDR entfällt auch das Tonemapping, der Workflow geh also flotter voran
Überzeugt Euch selbst – hier meine Beispielbilder
Fazit
Sicherlich werden ich auch weiterhin in Situationen kommen, in denen mir HDR wieder besser gefällt. Momentan freue ich mich jedoch, dass ich eine Alternative gefunden habe, welche m.E. manchmal bessere Bilder erzeugt und ich die beste Option auswählen kann.
Habt ihr damit schon experimentiert? Welche Erfahrungen habt ihr?











Ich würde auch immer Exposure Fusion (was man auch manuell in Photoshop machen kann) und HDR/Tonemapping je nach Inhalt der Belichtungsreihe gegeneinander abwägen.
In den zwei Beispielbildern finde ich jedoch das HDR-Ergebnis (es sollten doch die Vorteile von EF dargestellt werden?) besser. Man schaue sich nur die Lichtreflexion des Hochhauses links im Wasser an. Im EF-Ergebnis ist die unnatürlich abgestuft und außerdem matschig wie die anderen Lichtreflexionen auch. Die ganze Aufnahme lebt ja von den künstlichen Lichtquellen der Motive, und das kommt im HDR-Ergebnis besser rüber.
@Mike:
Danke für deinen Hinweis.
Ich muss gestehen dass im Beitrag die Bilder etwas konträr zur geschilderten Erkenntnis stehen. Allerdings ist es so, dass in höherer Auflösung die Unterschiede deutlich anders aussehen. Da ist das Rauschen im HDR in den Tiefen deutlich extremer als hier. Beim erstellen des Artikels habe ich auf die Wirkung in kleinerer Auflösung nicht geachtet.
Werde die Bilder aber heute abend durch bessere Beispiele tauschen.
Exposure Fusion? Trifft es das all bekannte DRI nicht besser.
Ich nutze das DRI Verfahren bei meinen Fotos und es ist genau das gleiche wie das genannte Exposure Fusion von dem ich noch nie was gehört habe.
@Marcel: ..ja. Direct Rendering Infrastructure -kurz DRI wird bei freien Softwarepaketen mitgeliefert, die Unix- oder Linuxartig sind. In Gimp heißt die App z.B. Exposure Blending. Zu diesem Verfahren gibt es in den nächsten Tagen in Verbindung mit Gimp einen Post/Tutorial.
Exposure Fusion, DRI. Wie man das Kind tauft ist dann wohl egal.
Da ich mich auf die Bearbeitung mit Photomatix bezogen habe, habe ich auch deren “Wording” übernommen.
Ich glaube bei den Beispielbildern hat einfach die Kompression etwas zu stark zugeschlagen und dadurch sind die Spiegelungen im Wasser so abgestuft.
Beiträge mit ähnlichen Tags:
Kommentar
Archiv
Termine
Blogroll
TAG
neue artikel
Top Kommentare