Ricoh GXR im Kurztest
Vor einigen Tagen hat mich ein Testexemplar der Ricoh GXR Bridgekamera erreicht. Für einen ausführlichen Test fehlt mir momentan die Zeit, dennoch habe ich die Kamera heute mal mit an die Elbe genommen und ein wenig damit herum gespielt. Hier nun mein Eindruck von der GXR.
Ricoh geht mit der GXR einen ganz neuen Weg. Man kauft ein Grundmodul, welches das Display und sämtliche Bedienelemente besitzt und dazu dann nicht nur ein Wechselobjektiv, sondern ein komplettes Modul, welches Objektiv und Sensor enthält. Laut Ricoh soll damit eine optimale Abstimmung zwischen Objektiv und Sensor gewährleistet sein. Klingt irgendwie erst einmal logisch, je länger ich jedoch darüber nachdenke umso mehr frage ich mich wieso das vorher noch kein Hersteller gemacht hat? Um es vorweg zu nehmen: Ich bin von dem Konzept gar nicht überzeugt, weil ich echt nicht den Sinn darin sehe den Sensor jedes mal mit zu tauschen.
Die Kamera selbst hingegen ist echt ein schnuckeliges Teil. Alles dran, was man braucht und sämtliche Einstellungen lassen sich manuell vornehmen. Eine Bridge-Kamera eben. Die Bedienung geht leicht von der Hand und jeder, der ein wenig Backgroundwissen hat findet sich sofort zurecht. Rein von der Bedienung könnte ich mich sofort in die GXR verlieben. Für die Verstellung von Blende und Verschlusszeit gibt es vorne und hinten ein Rädchen, bzw. ein Wipptasterrädchen, was sich gut bedienen lässt. Um es kurz zu machen, die Kamera ist ziemlich komplett.
Die ersten Testbilder waren dann allerdings ernüchternd. Farben sehen total 50er aus, als wenn die Bilder aus einer Polaroid kommen. Das wurde dann etwas besser als ich ein anderes Objektivmodul verwendet habe, was mich annehmen lässt, dass eins der beiden Module defekt ist. Könnte das evtl. ein Vorteil des Systems sein? Ein Modul zur Reparatur schicken, aber mit dem anderen problemlos weiter arbeiten. Bei einer anderen Kamera müsste man diese wahrscheinlich einschicken, da dort ja auch der Sensor drin ist. Seis drum, Tatsache ist, dass die Bilder aus dem einen Modul nicht zu gebrauchen waren und ich dann auch keine Lust hatte die Kamera noch länger zu testen.
Hier mal zwei der verhunzten Bilder, dann seht Ihr was ich meine.
Und zur Ehrenrettung der Ricoh GXR noch zwei, die ich mit dem anderen Modul gemacht habe.
Als Fazit gebe ich fairerweise kein abschließendes Urteil über die Bildqualität ab. Das defekte Modul hat mich zu sehr frustriert um dann dem zweiten noch eine ordentliche Chance zu geben. Ich gehe aber schon davon aus, dass man aus der Kamera anständige Bilder herausholen kann.
Ich habe jedoch bei dem Kurztest festgestellt, dass ich kein Bridge-Typ bin. Ich brauche eine ordentliche DSLR in der Hand, am besten groß, also richtig groß mit Batteriegriff und schwerer Artillerie als Objektiv. Ich muss durch einen Sucher gucken und brauche einen fixen Autofokus. Das mit dem Display liegt mir gar nicht, zumal heute auch noch greller Sonnenschein war.
Wer eine Bridge-Kamera sucht sollte sich das Konzept mit den Modulen genau anschauen und dann entscheiden ob es einen überzeugt. Ansonsten denke ich, dass die Ausstattung komplett ist und man mit einem heilen Modul auch super Bilder machen kann.













[...] Ricoh GXR im Kurztest Vor einigen Tagen hat mich ein Testexemplar der Ricoh GXR Bridgekamera erreicht. Für einen ausführlichen Test fehlt mir momentan die Zeit, dennoch habe ich die Kamera heute mal mit an die Elbe genommen und ein wenig damit herum gespielt. Hier nun mein Eindruck von der GXR. 18. April 2010 [...]
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