Winterliches Kronach
Jetzt beginnen wieder die Tage, bei denen man am liebsten gemütlich vor dem Kaminfeuer sitzt und sich in den warmen, eigenen vier Wänden aufhält. Wenn es den Fotografen dann doch nach draußen zieht, schlägt der Partner oft Dinge vor, wie erstmal die ganzen bereits gemachten Bilder in einem Fotobuch zu verarbeiten und gemütlich im Warmen anzuschauen. Aber irgendwo müssen die Fotos ja auch für's nächste Mal herkommen. Für uns Fotografen heißt das also, dass wir Durchhaltevermögen beweisen müssen und auch mal ganz schön leiden müssen, um die verzauberte Herbst- oder Winterlandschaft in Bildern festzuhalten. Dieses Jahr war ich im Herbst leider noch nicht mit meiner DSLR unterwegs in meiner Heimatstadt Kronach in Oberfranken – doch vom letzten Jahr hab ich noch ein paar schöne Bilder zu zeigen, die ich hier im Blog noch nicht veröffentlicht habe. Voila: Kronach (Oberfranken) und seine Festung Rosenberg im Winter 2008 !
Kronach wurde als "Urbs Crana" erstmalig im Jahr 1003 urkundlich erwähnt. Die Besiedlung Kronachs reicht, so wird vermutet, allerdings schon ins 8. oder 9. Jahrhundert zurück. Kaiser Heinrich V. schenkte Kronach mit Umland 1122 dem Bistum Bamberg, das bis 1803 die Herrschaft über die Stadt behielt.
Zwischen der Reformationszeit (ab 1520) und dem westfälischen Frieden von 1648 stellte Kronach das nördliche Bollwerk des katholischen Erzbistums Bamberg zum protestantischen Sachsen dar. Infolge dieser Grenzlage wurde die Festung Rosenberg zu einer der größten frühneuzeitlichen Burganlagen ausgebaut. 1888 kauft die Stadt Kronach für 32000 Mark die Festung und verhinderte so “Gott sei Dank” den geplanten Abriss durch die bayerische Staatsregierung.
Die Festung Rosenberg beherbergt gleich mehrere Museen. Man gewinnt vor allem Einblick in die Kunst Frankens, denn hier werden unter anderem auch vier Originalgemälde von Lucas Cranach, dem Älteren, ausgestellt. Im Jahre 1472 geboren als Lucas Maler, Sohn des Kronachers Hans Maler und dessen Frau Barbara war Lukas das älteste von neun Kindern. Neben Dürer und Holbein zählte Cranach zu den bedeutendsten Malern Deutschlands im 16. Jahrhundert. In seiner Wittenberger Zeit schloß er Freundschaft zu Philipp Melanchton und Martin Luther, dessen Trauzeuge er auch war. Lucas Cranach verstarb am 16.10.1553 im Alter von 81 Jahren in Weimar.
Im Sommer finden seit 1995 auf einer Freilichtbühne der Festung Rosenberg die Faust-Festspiele statt, die neben Teilen des Goetheschen Faust-Dramas alljährlich Klassiker der Weltliteratur in knappen, filmischen und volksnahen Fassungen zur Aufführung bringen.
Kronach hat den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden und kann heute mit einer Reihe von historischen Bauwerken aufwarten. Die sogenannte “Obere Stadt” erstreckt sich mit einem Ensemble historischer Gebäude, unter anderem das Historische Rathaus und die Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer. Als Teil der Stadtmauern befindet sich der viergeschossige, fast quadratische Lehlauben- oder Hexenturm unweit des neuen Rathauses. Erbaut wurde er 1444 und diente zunächst als nordöstlicher Eckpfeiler der Stadtbefestigung. In seinem Untergeschoss befindet sich ein Verlies, das bis ins 17. Jahrhundert als Gefängnis diente.















Mich stören diese Schatten im Himmel schon ziemlich. Ansonsten tolle Fotos
Mit bisschen Stempeln bekommt man die Schatten übrigens recht gut in den Griff.
@Marcel: Nobody is perfekt! Ich lerne täglich in Sachen Fotografie hinzu.
Schöne Bilder, aber die Halos müssen noch weg!
Ich geb mich geschlagen
Ja, no body is perfekt, da hast Du Recht. Ich lerne auch noch viel dazu.
Darum hab ich ja dazu geschrieben wie man das ganze vermeiden kann.
Oft radiere ich den ganzen Himmel des bearbeiteten Bildes wieder weg sodass das hellere Original durchkommt.
Für Landschaftsaufnahmen bzw. für Aufnahmen mit viel Himmel kann ich einen Grauverlauffilter empfehlen.
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